2’250’000 CHF ist ein gewaltiger Betrag, vor allem wenn man einen Betrieb führt, welcher im Jahre 2023 einen Verlust in seinem Betrieb von 9.4 CHF Millionen aufweist. Dank guten Finanzerträgen kann sich der Betrieb immer wieder stark verbessern. Leider funktioniert dies immer weniger gut, da der Personalaufwand überdurchschnittlich wächst. Der Betrieb muss Massnahmen ergreifen, wenn er sieht, dass hohe Investitionen anstehen. Dadurch wird auch der Finanzertrag sinken, da nicht mehr am Finanzmarkt investiert werden kann.

Jetzt gibt es zwei Möglichkeiten für den Betrieb. Entweder, er senkt den Aufwand oder er erhöht den Ertrag. Sparen ist nicht so beliebt und Personalabbau könnte auf Widerstand stossen. Die Produktpreise erhöhen, obwohl die Dienstleistung nicht besser wird, kommt beim Kunden gar nicht gut an. Was macht der Betrieb? Genau, er sucht eine neue Einnahmequelle, die nicht zu seinen Kernaufgaben gehört und verkauft diese unter dem Aspekt der Sicherheit.

Wir alle kennen den Betrieb, er heisst Stadt Brugg. Genauso war das Vorgehen bei der Beschaffung der semistationären Geschwindigkeitsmessanlage.

Brugg hat bereits heute, jährlich 1’000’000 CHF Busseneinnahmen budgetiert. Zusätzlich kommen jetzt nochmals 1’250’000 CHF hinzu, was nichts mehr mit Verkehrssicherheit zu tun hat. Dies ist ein reiner Budgetposten. Wir besitzen bereits eine mobile Geschwindigkeitsmessanlage und man könnte jederzeit eine semistationäre Anlage zusätzlich mieten, wenn die Verkehrssicherheit zum Beispiel beim Altersheim oder der Schule gefährdet wäre.

Deshalb seien sie immer wachsam, wenn überschwänglich von Sicherheit gesprochen wird, dahinter steckt vielfach ein anderes Problem, dass damit behoben werden soll.

PS Aufgrund des Umstandes, dass die Geschwindigkeitsmessanlage über eine Videoüberwachung verfügt, muss dessen Standort veröffentlicht werden. Wir werden dies auf der Homepage der SVP Bezirk Brugg verlinken.