Stadt Brugg – wohin steuern wir?

In Anbetracht der aktuellen Lage stellt sich die Frage, worauf sich die Arbeit der Brugger Stadtregierung konzentriert. Die Bevölkerung sieht sich mit mehreren Herausforderungen konfrontiert: ein Bundesasylzentrum, eine Unterkunft für unbegleitete minderjährige Asylsuchende in Windisch, eine offene Drogenszene sowie eine wachsende Zahl suchtkranker Menschen am Neumarktplatz. Diese Brennpunkte führen regelmäßig zu sozialen Spannungen.

Hinzu kommen Meldungen über Schlägereien, Einbrüche, Diebstähle, Vandalismus und Verfolgungsjagden im Stadtgebiet. Ein weiteres Problem ist das Verkehrsregime in der Altstadt, das durch die Einschränkung des Autoverkehrs nicht nur den Geschäftsverkehr erschwert, sondern auch den lokalen Einzelhandel stark belastet. Für viele Gewerbetreibende bedeutet dies Umsatzverluste und eine Bedrohung ihrer Existenzgrundlage.

Trotz dieser akuten Herausforderungen liegt der politische Fokus der aktuellen Stadtregierung auf weiteren Gemeindefusionen – ein Thema, das für die Bevölkerung keinen Nutzen bringt. Diese Priorisierung wirft Fragen auf.

Die Bürgerinnen und Bürger erwarten, dass sich die Politik um die akuten Probleme der Bevölkerung kümmert: der Sicherheit im öffentlichen Raum, dem sozialen Frieden und der Lebensqualität. Es braucht eine Politik, die lösungsorientiert handelt – und nicht ideologisiert.

Patrick von Niederhäusern
Einwohnerrat Brugg